Großes Gruppenfoto beim Wiener Inklusionsderby 2025 im Allianz Stadion mit Coca-Cola.

Alles über das Wiener Inklusionderby: Wenn Vielfalt verbindet

Das Wiener Inklusionsderby ist weit mehr als ein gewöhnliches Fußballspiel; es ist ein Fest des Miteinanders, das die Grenzen sportlicher Rivalität zwischen den beiden Wiener Großclubs SK Rapid und FK Austria Wien überwindet. Initiiert von Coca‑Cola Österreich, steht dieses besondere Ereignis ganz im Zeichen der Inklusion und Sichtbarkeit für Menschen mit Beeinträchtigungen.

Helge Payer Sampson posiert mit Spielern beim Wiener Inklusionsderby 2025 im Allianz Stadion. Alle tragen rote oder weiße Trikots mit den Logos von Coca-Cola und Special Olympics Österreich.

Ein inklusives Spielkonzept

Die Besonderheit des Derbys liegt in seiner Aufstellung: Unter dem Motto „Miteinander statt gegeneinander“ legen die Vereine ihre traditionelle Rivalität beiseite und setzen ein deutliches Zeichen für Inklusion. Die Teams treten nicht in ihren klassischen Vereinsfarben gegeneinander an, sondern werden völlig durchmischt, um gelebte Diversität auf dem Spielfeld sichtbar zu machen


Die Mannschaften setzen sich aus einer bunten Vielfalt an Akteur:innen zusammen:

  • Spieler:innen der Special Needs Teams beider Vereine.
  • Athlet:innen von Special Olympics Österreich.
  • Spielerinnen aus den Frauen- und Mädchenmannschaften.
  • Fußballlegenden sowie Prominente aus Sport und Kultur


Dabei steht nicht das Ergebnis, sondern die Freude am Spiel und die Gemeinschaft im Vordergrund. Wie Steffen Hofmann, Geschäftsführer des SK Rapid, es treffend formulierte: „Es geht nicht um Ergebnisse, sondern um das Miteinander und die Gemeinschaft, die wir hier erleben“.

Das Schiedsrichter-Team geleitet von Sara Telek beim Wiener Inklusionsderby 2025

Rückblick auf die bisherigen Ausgaben des Inklusionsderbys

Seit seiner Premiere hat sich das Inklusionsderby zu einer „liebgewonnenen Tradition“ entwickelt.
 

1. Wiener Inklusionsexhibition 2023: Die Geburtsstunde des Events stand im Zeichen von „30 Jahre Special Olympics in Österreich“ und feierte damit drei Jahrzehnte gelebte Inklusion. Legenden wie Stefan Kulovits und Alex Grünwald liefen in der Generali Arena erstmals gemeinsam auf. Kulovits beschrieb es als eine „sensationelle Veranstaltung“, bei der man sah, wie alle Teilnehmenden aufblühten.

2. Wiener Inklusionsderby 2024: Das zweite Aufeinandertreffen in der Heimstätte der Wiener Austria festigte die Partnerschaft. Alexander Grünwald, ehemaliger Kapitän der Violetten, betonte die Bedeutung des Spielorts für die erlebbare Diversität im Sport: „Ich hatte das Privileg, hier im Stadion einige Matches spielen zu dürfen und es ist schön, dass es hier auch nur mal um den Spaß am Spiel geht. Für die Mädels und Burschen ist es sicher auch etwas Besonderes. Man sieht die Euphorie und die große Freude und um das geht es“.

3. Wiener Inklusionsderby 2025: Zum ersten Mal war das Derby im Allianz Stadion in Hütteldorf zu Gast und setzte damit ein starkes Zeichen für echte Vielfalt im Profisport. „Es ist sehr schön und wurde auch langsam Zeit, das Wiener Inklusionsderby hier im Allianz Stadion bei uns in Hütteldorf auszutragen. Es macht jedes Jahr riesigen Spaß“, so Rapid-Geschäftsführer und grün-weiße Ikone Steffen Hofmann. Diese Ausgabe diente als wichtiger Vorbote für die Nationalen Special Olympics Sommerspiele 2026 in Wien.

Cesar Sampson posiert mit drei Spielern beim Wiener Inklusionsderby 2025 im Allianz Stadion. Alle tragen rote Trikots mit den Logos von Coca-Cola und Special Olympics Österreich.

Inklusive Begeisterung

Der Enthusiasmusder Teilnehmer:innen unterstreicht die Relevanz dieses Formats als Paradebeispiel für praktizierte Inklusion. Der ehemalige Austria-Kapitän Alexander Grünwald hielt fest: „Wichtig ist, dass wir das Thema Inklusion und Diversität präsenter machen.“ Auch prominente Unterstützer wie der Singer/Songwriter Cesár Sampson zeigten sich bewegt von der erlebten Vielfalt: „Es geht um den Menschen. Menschen mit Behinderungen gehören genauso in die Mitte des Stadions, und genau das passiert hier“.

Andreas Onea, Para-Schwimmer und Moderator, ergänzte: „Mit welcher Leidenschaft die Jungs und Mädels hier dabei sind, zeigt, dass Inklusion ein Bereich ist, der nie genug Beachtung bekommen kann“.

Fairplay beim Wiener Inklusionsderby 2025: Spieler der Teams beim Handshake auf dem Rasen.

Vielfalt mit Coca‑Cola und Special Olympics: Eine historische Partnerschaft

Inklusion ist fest in der DNA von Coca‑Cola verankert. Als Gründungspartner von Special Olympics im Jahr 1968 ist das Unternehmen der Bewegung seit über 50 Jahren eng verbunden. Das Wiener Inklusionsderby ist ein lokales Beispiel für dieses globale Engagement.

Die Veranstaltung verfolgt zudem einen karitativen Zweck: Die Einnahmen kommen direkt den Special Needs Teams der beiden Vereine sowie Special Olympics Österreich zugute, um die Teilhabe am Sport nachhaltig zu fördern. Das Inklusionsderby beweist eindrucksvoll, dass Fußball die Kraft hat, Grenzen zu überwinden – egal ob es sich um Herkunft, Geschlecht oder Beeinträchtigungen handelt.